Doris Zutt und ihre Laiendarsteller

Doris Zutt macht Film. Mit einer Kamera, die sie an ihrem Haus in Waren (Müritz) angebracht hat, erhitzt die NPD-Politikerin und Stadtvertreterin dieser Tage in dem beschaulichen Ort in der Mecklenburgischen Seenplatte die Gemüter. Hinter den Dreharbeiten wittert die Stadtverwaltung eine unberechtigte Überwachung des öffentlichen Raums. Dabei geht es für Zutt freilich wohl eher darum, Aktionen wie jüngst einen Farbanschlag gegen den Neonazi-Treffpunkt und früheren Szeneladen in der Mozartstraße zu unterbinden.

Die Meldung ist ein weiterer Akt in jener schlechten Inszenierung, die sich Neonazi-Politik in Waren (Müritz) nennt. Seit Jahren macht man mit Aktivitäten auf sich aufmerksam, die selbst nach den Maßstäben der rechten Szene Mecklenburg-Vorpommerns als bizarr bezeichnet werden müssen. Doris Zutt brabbelt so wirr in der Stadtvertretung, dass sie inzwischen regelmäßig von der Polizei abgeholt werden muss, und ihre Website lässt sie vom Gespenst ihres verstorbenen Manns verwalten. Chris Knaak lebt mit Rückgriffen auf die Mottenkiste „autonomer Nationalisten“ seine Profilneurosen aus, predigt soziale Revolution und Veganismus. Und Gestalten wie Christoph Thews… sind eben diese gewisse Art von Gestalten. Das alles ist kein Wagner’scher Walkürenritt, nichtmal ein ZDF-Fernsehspiel, sondern allenfalls eine Posse.

Doch zum Glück gibt es Gustloff, die endgültig endgültige Satire über Nazis. Wir haben die perfekten Rollen für die Laiendarsteller aus Waren (Müritz) gefunden. Film ab!

Doris Zutt filmt

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