Witzfiguren, nur leider gefährlich

Wozu noch Witzchen machen, wenn die Realsatire gerade auf der Straße und bei Facebook stattfindet? Neubrandenburg hat eine Psychose versorgt uns mit Schmankerln jenes deutschen Kulturguts, dass all jene „Ich bin ja kein Rassist, aber…“-Brandstifter vor Flüchtlingen und Zuwanderern schützen wollen. Gibts auch live und in Farbe, jede Woche in Schwerin, Wismar, Rostock und vielen anderen Städten des Bundeslandes. Würden diese Gestalten nicht klatschen oder selbst Hand anlegen, wenn es um das Anzünden von Flüchtlingsheimen und das Totschlagen anderer Menschen geht – sie wären eine beständige Quelle des Witzes, ein herrlich-erheiternder Jahrmarkt der Irrationalität und Idiotie.

Doris Zutt und ihre Laiendarsteller

Doris Zutt macht Film. Mit einer Kamera, die sie an ihrem Haus in Waren (Müritz) angebracht hat, erhitzt die NPD-Politikerin und Stadtvertreterin dieser Tage in dem beschaulichen Ort in der Mecklenburgischen Seenplatte die Gemüter. Hinter den Dreharbeiten wittert die Stadtverwaltung eine unberechtigte Überwachung des öffentlichen Raums. Dabei geht es für Zutt freilich wohl eher darum, Aktionen wie jüngst einen Farbanschlag gegen den Neonazi-Treffpunkt und früheren Szeneladen in der Mozartstraße zu unterbinden.

Die Meldung ist ein weiterer Akt in jener schlechten Inszenierung, die sich Neonazi-Politik in Waren (Müritz) nennt. Seit Jahren macht man mit Aktivitäten auf sich aufmerksam, die selbst nach den Maßstäben der rechten Szene Mecklenburg-Vorpommerns als bizarr bezeichnet werden müssen. Doris Zutt brabbelt so wirr in der Stadtvertretung, dass sie inzwischen regelmäßig von der Polizei abgeholt werden muss, und ihre Website lässt sie vom Gespenst ihres verstorbenen Manns verwalten. Chris Knaak lebt mit Rückgriffen auf die Mottenkiste „autonomer Nationalisten“ seine Profilneurosen aus, predigt soziale Revolution und Veganismus. Und Gestalten wie Christoph Thews… sind eben diese gewisse Art von Gestalten. Das alles ist kein Wagner’scher Walkürenritt, nichtmal ein ZDF-Fernsehspiel, sondern allenfalls eine Posse.

Doch zum Glück gibt es Gustloff, die endgültig endgültige Satire über Nazis. Wir haben die perfekten Rollen für die Laiendarsteller aus Waren (Müritz) gefunden. Film ab!

Doris Zutt filmt

Nazi-Skandal im SV Waren 09

Welch ein Skandal! Welch eine Niedertracht! Welch ein Interesse steckt hinter solchen Unterstellungen? Rene Domröse, Trainer der E-Jugend beim SV Waren 09, soll ein Neonazi sein? Nur, weil er im Internet mit dem Hitlergruß posiert? Weil er verbotenen Rechtsrock hört? Weil er sich vor einschlägigen Fahnen ablichten lässt? Glücklicherweise ist man in Waren an der Müritz skeptisch gegenüber Mutmaßungen fremder Internetseiten wie indymedia linksunten, erst recht, wenn die schon die politische Einstellung im Namen tragen. Der Nicht-Nazi ist zwar inzwischen von seinen Aufgaben entbunden. „Aber der Domröse ist doch kein Rechter, nur weil er so ein Shirt trägt“, heißt es aus dem Sportverein. Und eine örtliche Internetseite gibt dem armen Opfer Raum für Klarstellungen. „Das war definitiv kein Hitlergruß. Wir waren einfach gut drauf, haben gefeiert“, so der 39-Jährige. Und die indizierte Musik? „War mir nicht bekannt, bis ich es in den Artikeln gelesen habe.“ Neonazis, das sind die anderen: „Ich gebe zu, dass ich Ansichten vertrete, die bei vielen als rechts gelten. Ein Nazi bin ich aber nicht.“ Na dann, ist doch alles gut.

So viel Unschuld. So viel Unterstützung des gesunden Volksempfindens! Das weiß ganz klar, was Neonazi ist und was nicht. „Waren 09 sollte froh sein son bengel zu haben der sich so einbringt…stattdessen wird er im arsch getreten“, verlautet es auf Facebook. Die Ehre dieses jungen Mannes wieder reinzuwaschen, ihm wieder eine Zukunft zu geben, seinem reinen Gewissen Gehör zu verleihen – das ist auch eine Aufgabe für Gustloff, die endgültig endgültige Satire über Nazis! Volle Kraft voraus!

domroese1

 

domroese2

 

domroese3

Nach PEGIDA-Erfolg bei Wahl in Dresden: Auch MVGIDA tritt mit unabhängigen Kandidaten an!

Fast zehn Prozent der Stimmen konnte der Dauer-Trauer-Umzug von Pegida mit seiner Kandidatin Tatjana Festerling bei den Oberbürgermeisterwahlen in Dresden verbuchen. Ein überraschender Erfolg. Überlegt nun also auch MVGIDA, in Mecklenburg-Vorpommern mit unabhängigen Kandidaten bei den nächsten Wahlen anzutreten? Gustloff, die endgültig endgültige Satire über Nazis, weiß bereits Bescheid!

mvgida1

 

mvgida2

 

mvgida3

Das Mobiliar von Güstrow

Im Rennen um die Ehre, als dümmster NPD-Abgeordneter zu gelten, liegt Nils Matischent weit vorne. Der Stadtvertreter aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) überfiel und verwüstete einen Jugendclub – und die Kameraden vermummten sich direkt unter einer Überwachungskamera. Er stahl von einem Schrottplatz 20 Waschmaschinen – am hellichten Tage, und wieder beobachtet von einer Kamera. Und nun, am vergangenen Sonnabend, versuchte er mit Kameraden eine Kundgebung von Flüchtlingen zu stören oder gar anzugreifen – vermummte sich jedoch erst während des Angriffs, unter dem Blitzlichtgewitter der Fotokameras.

Doch war es wirklich so, wie es von der Systempresse und den linken Lügenmedien hier oder hier behauptet wird? Haben die Neonazis tatsächlich versucht, Flüchtlinge anzugreifen? Und stimmt es, was die Polizei sagt: „Die rechtsextremen Störer sind gerannt wie die Hasen“? Gustloff, das endgültige endgültige Satiremagazin, deckt die ganze Wahrheit auf!

1. Wie es laut den Systemmedien gewesen ist

20150530_01

2. Wie es laut den Nazis gewesen ist

20150530_02

20150530_03

3. Die große Wahrheit! Wie Gustloff herausgefunden hat, dass es tatsächlich gewesen sein muss

20150530_04

Oder doch alles ganz anders? Die Nazis haben inzwischen vermeldet, dass ihnen die Kundgebung gar nicht bekannt gewesen ist, jedenfalls gar nicht bekannt gewesen ist, so gar nicht bekannt gewesen ist. Man sei vielmehr fast zufällig nur auf die Veranstaltung gestoßen, als es gerade zum Grillen ging. Da ist natürlich der schnelle Abgang nicht mehr überraschend.

20150530_06

Es bleibt spannend mit der Wahrheit in Güstrow. Und mit dem Kampf von Nils Matischent um die Ehre, als dümmster NPD-Abgeordneter zu gelten.

20150530_05